MTB-Rundstrecke 8: "Die Triasrunde"
Die Trias liegt zwar schon eine ganze Weile zurück, so um die 230 Millionen Jahre, um halbwegs genau zu sein. Dennoch verdankt die Rhön diesem Erdzeitalter so einiges - ihr heutiges Erscheinungsbild zum Beispiel. In der Trias bildeten sich die Gesteinsformationen Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper. Leider sind wir für den Keuper etwas spät dran, denn der ist hier in der Rhön schon komplett wegerodiert. Aber der Sandstein und der Muschelkalk prägen die Rhöner Landschaft bis heute. Die Tour ist nicht sehr fordernd, aber es gibt immer wieder Gelegenheit, kurz anzuhalten und sich umzusehen. Zum Beispiel rund um die Kirchen - nein, nicht RUINE - sondern den Kirchen-ROHBAU oberhalb von Aura. Im 17. Jahrhundert als Wallfahrtskirche geplant, verhinderte der 30-jährige Krieg die Fertigstellung. Noch wesentlich älter ist ein anderes Highlight der Tour: die Saurierfährten bei Euerdorf. Dort sind nach einem Sturm 230 Millionen alte Steinplatten aus dem Mittleren Buntsandstein ans Tageslicht gekommen, in den sich die Spuren von Sauriern erhalten haben, die vor ziemlich genau 230 Millionen Jahren unterwegs waren. Wer mehr über das Zeitalter der Trias erfahren möchte, dem sei ein Besuch
im Museum Triassica in Euerdorf empfohlen, das sich in unmittelbarer Nähe der Strecke befindet. Wer nicht mag, fährt einfach 10 Millionen Jahre weiter und bekommt damit Muschelkalk unter die Reifen. Ein helles, plattiges Gestein, auf dem auch Wein gedeiht. Auf unserer Tour streifen wir die Weinberge von Wirmsthal, bevor wir über einen schönen Waldweg den Wittelsbacher Turm und damit den höchsten Punkt der Strecke erreichen, Die Aussicht über Bad Kissingen hinweg auf die Schwarzen Berge und den Kreuzberg ist einmalig. Übrigens hoffen wir natürlich ganz grundsätzlich, dass Du mit Helm unterwegs bist. Wer meint, so etwas sei nichts für einen selbst, sollte spätestens auf dieser Tour seinen Standpunkt überprüfen. Nachdem die Ruine (dieses Mal wirklich Ruine) der Eyringsburg passiert wurde, muss der Golfplatz Bad Kissingen überquert werden. Viel Glück dabei! Wer es geschafft hat, den erwartet die für manchen schönste Passage der Tour: die Fahrt entlang der Wichtelhöhlen. Große Blöcke aus Buntsandstein mit vielen Spalten und Hohlräumen säumen den schmalen Weg. Und wer genau hinschaut, sieht, wie hier und da ein Wichtel zwischen den Felsspalten hervorlugt.